Sengokuji Tempel | 16.06.2019

Der Sengokuji Tempel ist eine der bekannteren Tempel innerhalb des Buddhismus. Für Laien wie mich, die sich nicht wirklich mit Religion verbunden fühlen, gibt es jedoch trotzdem eine  sehr erwähnenswerte Geschichte, die über Loyalität und Ehre handelt – die Geschichte  der “47 Ronin”.

Zusammenfassung von Wikipedia:

Im Jahre 1701 gab es einen Feudalherr, Asano, der zur Vorbereitung einer wichtigen imperialen Zeremonie Unterricht bei einem hochrangigem Zeremonienmeister, Kira, nahm. Kira war nicht allzu begeistert von Asano, da Letzterer nicht wie erwartet ausreichend “Geschenke” als Gegenleistung für die Unterweisung mitbrachte. Daher behandelte Kira Asano mit deutlich weniger Respekt als ihm zu stünde und wurde sogar in der Öffentlichkeit beschimpft. Anfangs noch hinnehmend verlor Asano letztendlich die Beherrschung und griff Kira mit einem Dolch an. Einen hochrangigen Beamten anzugreifen und das auch noch innerhalb der Residenz des Shoguns, in der das ziehen eines Katanas alleine mit der Todesstrafe geahndet wird, bedeutete das Todesurteil für Asano. Jetzt, da der Feudalherr gestorben ist, wurden seine Güter und Ländereien konfisziert und seine 300 Samurai wurden zu Ronin (führerlos). Asano wurde dann im Sengakuji Tempel beerdigt.

Zu der damaligen Zeit gehörte es sich für Ronin ihren Meister zu rächen, um seine Ehre wiederherzustellen. Dies war Kira auch bekannt, weshalb er die ex-Samurai beschatten ließ. Die kommenden zwei Jahre haben sich die Ronin zerstreut und verdeckt gehalten um Kira in Sicherheit zu wiegen. Im Sinne der Planung ihres Rache-Vorhabens hat einer der Ronin sogar die Tochter des Bauherren geheiratet, um an den Plan der Residenz Kira’s zu gelangen. Ein anderer hat sich zur Verschleierung von seiner Frau getrennt und den Ruf eines Säuflings gemacht. Im Dezember 1702 wurde ihr Vorhaben unter der Führung von Oishi in die Tat gesetzt und Kiras Residenz angegriffen. Es wurde vor allem darauf Wert gelegt, nur Gefolgsleute Kira’s zu töten die sich ihrem Angriff widersetzen. Letztendlich töteten sie Kira und brachten sein Haupt zum Sengokuji Tempel – dem Ort an dem ihr ehemaliger Meister begraben liegt, um ihm diesen zu präsentieren. Erwartungsgemäß wurden die 46(!) Ronin zum Tode verurteilt 1. Obwohl sie einen imperialen Beamten getötet hatten,  wurde ihnen der ehrenvolle Tod durch Seppuku ermöglicht, da sie ihre Pflichten als Ronin, ihren Meister zu rächen, nachgingen. Sie wurden dann neben ihrem Meister begraben.

Neben der sich weit verbreiteten Geschichte über Loyalität und Ehre gab es auch noch einen weiteren Nebeneffekt. Viele ehemalige Samurai Asano’s hatten Schwierigkeiten Jobs zu finden, da sie unter einer schamhaften2 Familie gedient haben. Nach der Rachetat wurden ihre Namen rein gewaschen und sie hatten leichter Zugang zu höherwertigen Jobs.

  1. der jüngste Ronin wurde abgesandt um die Nachricht an die ehemaligen Gefolgsleute zu verkünden, dass ihr Meister gerächt wurde
  2. LOOL @TINA

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