Monatsreview #1 | 21.04.2019

Was habe ich in diesem Monat gelernt:

Regeln in Japan:

Japaner scheinen Regeln zu lieben. Überall, aber vor allem an Bahnhöfen ersichtlich, gibt es Markierungen für das regelkonforme Anstehen an einer Schlange. Außerdem sind vereinzelte Regeln sehr strikt in ihrem Wortlaut. Beispielsweise gibt es in Wohnheimen Frauen- und Männeretagen getrennt. Ohne Erlaubnis des Dormbeaufsichtigten darf keine andere Person das Zimmer des Mieters betreten. Jedoch scheinen solche Art von Regeln nur als Richtlinien zu gelten und sind je nach Verantwortlicher mehr oder weniger strikt durchgesetzt.
Ich müsste beispielsweise ein Zertifikat von meiner Universität einreichen, welches besagt, dass ich auch einen zweiten weiter entfernten Kampus besuche. Erst dann hätte ich eine Erweiterung meines Commuter Pass ( Monats Karte) beantragen können um diese zusätzliche Strecke auch abzudecken. Jedoch nach 30 Minuten hin und her mit einem dritten Übersetzer per Telefon wurde mir die erweiterte Strecke freigegeben auch ohne Zertifikat.

Toiletten und Trinkwasser in Japan:

Unter Toiletten in Japan assoziert man überlichweise die warmen Klobrillen, jedoch soll es hier mal um die öffentlichen Toiletten gehen. Diese sind sehr weit verbreitet und stets sauber. Die öffentlichen Toiletten an Bahnhöfen als auch Toiletten in Einkaufscentern sind, soweit ich sehen kann durchgängig kostenlos gewesen. Und wo wir schon bei Wasser und kostenlos sind. Bei jedem Restaurantbesuch gibt es immer Wasser aus dem Hahn ohne zu fragen kostenlos dazu. Das Trinkwasser in Tokyo zumindest kann direkt aus dem Wasserhahn getrunken werden, man kann jedoch deutlich den erhöhten Chlorgehalt schmecken.

Einkaufen:

In Tokyo ist Fleisch, Gemüse und insbesondere Obst relativ teurer als im guten Dresden. Beliebt sind vor allem Erdbeeren. Eine Schale Erdbeeren können bis zu 750 Yen (ca. 6 Euro) im Laden stehen und anscheinend auch verkauft werden. Fleisch wird soweit ich erkennen kann in dünnen Scheiben vorgeschnitten und verkauft.
Dafür, dass ich in der Stadt wohne, gibt es kaum wirklich Supermärkte (wie Aldi, Rewe). Dafür gibt es jedoch viel mehr Convinient Stores (Family Mart, Seven Eleven), die meisten von ihnen haben rund um die Uhr geöffnet, es wird jedoch gerade versucht reduzierte Öffnungszeiten einzuführen 1.
In einem Laden für Bekleidung ist mir vor allem aufgefallen, dass die Mitarbeiter ständig “Irasshaimase!” (いらっしゃいませ!- Herzlich Willkommen) oder “Arigatou gozaimasu” (ありがとうございます – Dankeschön) geschrieen haben. An sich eine nette Tat jedoch wurde mir das in den 5 Minuten an der ich an der Ecke stand 20 Mal ins Ohr geschrieen. Nicht mir persönlich oder an irgendeine Person gerichtet. Diese Phrasen kamen eher wie aus einer Kasette um den Eindruck einer Teilhabe und Zuneigung zu schafen.

Es gibt vieles zu entdecken in Tokyo. Vor allem als Ausländer kommt es einem doch so vor, dass an einigen Orten eine Informationsüberflütung stattfindet. Alles blinkt, leuchtet, ist farbig und laut. Zudem sind mir noch zu viele Kanji-Symbole unbekannt und verstärken den Effekt der Informationsüberflutung wohl um ein kleines Stück. Es gibt noch ganz viele Kleinigkeiten die mir aufgefallen sind, doch für diesen Monat soll es erstmal genug sein.

  1. siehe https://www.japantimes.co.jp/news/2019/03/22/business/corporate-business/seven-eleven-begins-trial-shorter-business-hours-convenience-stores-grapple-japans-labor-crunch/,  Zugriff 22.04.2019

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